"Are non-antibiotic drugs contributing to antimicrobial resistance?"
Ein Nature-Artikel über die unverhofften Einflüsse von nicht-antibiotischen Medikamenten auf Antibiotika-Resistenzen.

Ein Artikel in Nature bespricht Studien zur Beteiligung von Nicht-Antibiotika an Antibiotika-Resistenzen. Unter den genannten Forschenden: CMFI-Principal-Investigator Lisa Maier.
Die von einem Übermaß an verwendeten Antibiotika herrührenden weltweit wachsenden Antibiotika-Resistenzen sind Grund zur Sorge und ein wichtiger Fokus der CMFI-Forschung. Doch auch andere Medikamente, die nicht antimikrobiell eingesetzt werden, können zu Resistenzen von Mikroben gegen Antibiotika beitragen - so können zum Beispiel Epilepsie-Medikamente wie Carbamazepin Resistenzen auslösen, aber auch sehr verbreitete Wirkstoffe wie Ibuprofen oder der ß-Blocker Propranolol stehen mit der Verbreitung von Resistenzen in Verbindung. Besonders die Kombination von Antibiotika und anderen Medikamenten kann ein starker Motor für die Resistenzbildung sein. Die Forschung muss nun zeigen, ob die in vitro-Erkenntnisse auch auf in vivo-Situationen anwendbar sind.
Wenn sicher belegt wird, dass weit verbreitete Medikamente zur fortschreitenden Ausbreitung von Antibiotika-Resistenzen beitragen, müssen Ärzt:innen weltweit anfangen, diesen Faktor bei der Behandlung von Patient:innen zu berücksichtigen.
Prof. Dr. Lisa Maier
Universität Tübingen
Interfakultäres Institut für Mikrobiologie und Infektionsmedizin
E-Mail: l.maier
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