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Forschung

Research Mission

Mikrobielle Gemeinschaften, sogenannte Mikrobiome, besiedeln die Oberflächen des menschlichen Körpers. Sie beeinflussen dessen Gesundheit durch komplexe metabolische und immun-modulatorische Aktivitäten. Das Mikrobiom ist aber auch ein Reservoir für fakultative Pathogene, die die meisten schweren Blutstrominfektionen auslösen. Die weltweite Zunahme antibiotikaresistenter bakterieller Pathogene (ARBPs) und das Zurückfahren der industriellen Antibiotikaentwicklung gefährden die medizinischen Errungenschaften des 20. Jahrhunderts und lassen eine künftige post-antibiotische Ära befürchten. Es ist daher von größter Bedeutung, die ARBP-Entstehung und Mikrobiombesiedlung einzudämmen. Die vielfach verwendeten Breitbandantibiotika schädigen jedoch das Mikrobiom als Ganzes und begünstigen die ARBP-Verbreitung.

Ein Paradigmenwechsel in der Infektionskontrolle ist nötig: Der undifferenzierte Einsatz von Antibiotika muss gestoppt und zielgerichtete Wirkstoffe, die sich positiv auf Mikrobiome auswirken, müssen entwickelt werden. Nützliche Bakterien können Pathogene in Schach halten, aber die entsprechenden Mechanismen sind bislang kaum verstanden und nutzbar.

Die Forschenden des Exzellenzclusters "Kontrolle von Mikroorganismen zur Bekämpfung von Infektionen" (CMFI) wollen die Mechanismen der Wechselwirkung zwischen nützlichen und schädlichen Bakterien aufklären, um sie langfristig für gezielte therapeutische Interventionen nutzbar zu machen.

In vier größeren Forschungsbereichen und sieben Nachwuchsgruppen arbeiten die Forschenden interdisziplinär an gemeinsamen Projekten.

Weiter wurden auf die Professuren "Bakterielle Metabolomik" und "Mikrobiom-Wirts-Interaktionen" zwei Forschende aus dem dem CMFI berufen.

Forschungsbereiche

In vier Forschungsbereichen (A, B, C, D) kommen die Forschenden des CMFI in über 40 Projekten zusammen.

Die Forschungsbereiche erstrecken sich von A: Bakteriellen Molekülen & Zellen über B: Bakterielle Zellen & Gemeinschaften und C: Bakterielle Gemeinschaften & der Wirt bis hin zu D: integrativen Therapiekonzepten.

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Nachwuchsgruppen

Die Nachwuchsgruppen werden von herausragenden Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftlern geleitet und komplettieren die Forschungsstrategie des Clusters. Das CMFI übernimmt die finanzielle Förderung und stattet die Labore mit Spitzentechnologie aus.

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Professuren

An der Universität Tübingen wurden die Professuren "Bakterielle Metabolomik" und "Mikrobiom-Wirts-Interaktionen" eingerichtet. Auf diese Professuren wurden Forschende aus dem dem CMFI berufen.

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