"Paper in a Minute" - Resistance Training Reshapes the Gut Microbiome in a Longitudinal 8-Week Intervention in Sedentary Adults

Mehr als Muskeln: Krafttraining kann unser Darmmikrobiom beeinflussen
Gewichte stemmen im Fitnessstudio bietet mehr Vorteile, als bisher bekannt war: Krafttraining lässt nicht nur unsere Muskeln wachsen – es kann auch unser Darmmikrobiom beeinflussen.
In einer achtwöchigen Studie mit 150 vorher sportlich inaktiven Erwachsenen entdeckten Sven Nahnsen und Daniel Straub vom Quantitative Biology Center (QBiC) der Universität Tübingen interessante Hinweise auf die Auswirkungen von Krafttraining auf einen Körperbereich, den wir normalerweise nicht mit Klimmzügen und Co. verbinden: das Darmmikrobiom.
Die 30 Studienteilnehmenden, die die größten Kraftzuwächse erzielten, zeigten auch Veränderungen bei bestimmten Bakterienarten – besonders bei jenen, die mit der Stoffwechselgesundheit in Verbindung gebracht werden. Allerdings veränderte sich die Darmflora nicht bei allen Teilnehmenden gleich stark. Die Studie legt daher nahe, dass bedeutende physiologische Anpassungen durch veränderte körperliche Aktivität – und nicht bloße Bewegung an sich – unser Darmmikrobiom entscheidend beeinflussen.
Krafttraining und ein gesünderes Darmmikrobiom korrelieren also miteinander: Das Training wirkt nicht nur auf unsere Muskeln, sondern verändert uns von innen heraus.
Originalpublikation:
Straub D, Englert T, Beller A, Stadelmaier J, Stahl M, Kilian J, Borzym J, Rotermund C, Akbuğa-Schön T, Krakau S, Czemmel S, Weiler S, Pettenkofer M, Pettenkofer J, Maser U, Dammeier S, Nieß AM, Enderle MD, Nahnsen S. (2026) Resistance Training Reshapes the Gut Microbiome in a Longitudinal 8-Week Intervention in Sedentary Adults. Sports Med Open 12(1):21. doi: 10.1186/s40798-026-00990-6.
Über Paper in a Minute
Die Serie Paper in a Minute stellt regelmäßig herausragende Publikationen von Forschenden des CMFI vor. Die Autorinnen und Autoren fassen dabei ihre wichtigsten Erkenntnisse in einem kompakten, einminütigen Format zusammen und machen so aktuelle Forschungsergebnisse schnell und leicht zugänglich. Ohne die Publikation gelesen zu haben, können interessierte Forschende dadurch unmittelbar einschätzen, ob die vorgestellte Publikation für ihre eigene Forschung relevant ist.
Dr. Sven Nahnsen
Universität Tübingen
Zentrum für Quantitative Biologie (QBiC)
sven.nahnsen@qbic.uni-tuebingen.de
Dr. Daniel Straub
Universität Tübingen
Zentrum für Quantitative Biologie (QBiC)
Leon Kokkoliadis
Medien- und Öffentlichkeitsarbeit
Universität Tübingen
Interfakultäres Institut für Mikrobiologie und Infektionsmedizin
Exzellenzcluster „Kontrolle von Mikroorganismen zur Bekämpfung von Infektionen” (CMFI)
Tel: +49 7071 29-74707






