Lars Angenent mit dem Landesforschungspreis 2026 ausgezeichnet

Lars Angenent, Professor für Environmental Biotechnology an der Universität Tübingen und Mitglied des CMFI, erhält den Landesforschungspreis 2026 für seine wegweisende Forschung zur nachhaltigen Nutzung mikrobieller Gemeinschaften in Energiegewinnung und Umweltreinigung. Mit insgesamt 200.000 Euro ist der Preis der höchstdotierte Forschungspreis eines Bundeslandes.
Angenent forscht zur nachhaltigen Nutzung mikrobieller Gemeinschaften in der Energiegewinnung und zur Reinigung von Umweltverschmutzungen. Seine Forschung konzentriert sich auf die optimale Nutzung von Bakterien in der Gasfermentation, einer wichtigen Quelle für die saubere Energie der Zukunft. Durch die Analyse der Zusammensetzung und des Zusammenspiels von Mikrobengemeinschaften in verschiedenen Umgebungen, wie beispielsweise in der Luft von Krankenhäusern oder in Fermentierungsanlagen, hat er grundlegende Erkenntnisse gewonnen und sie erfolgreich in Anwendungen umgesetzt. So entwickelt und optimiert er in seiner eigenen Firma Mikroben zur Speicherung von Wasserstoff und Kohlendioxid in Form von Methan, was einen wichtigen Schritt zu einer nachhaltigeren Energieversorgung darstellt.
Über den Preisträger

Lars Angenent studierte an der Universität Wageningen Umweltbiotechnologie. Von der Iowa State University in den USA wurde er promoviert. 2002 ging er als Assistant Professor an die Washington University in St. Louis und erhielt anschließend einen Ruf an die Cornell University. 2016 kam er als Humboldt-Professor nach Tübingen. Seit 2019 ist Lars Angenent Mitglied im Exzellenzcluster CMFI.
Die US-amerikanische National Science Foundation hat Lars Angenent bereits mit einem Career-Award geehrt. Darüber hinaus wurde er unter anderem zum Fellow der International Society for Microbial Electrochemistry and Technology (ISMET) ernannt und mit dem Leibniz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) ausgezeichnet.
Der Landesforschungspreis
Angenent teil sich den Landesforschungspreis für Grundlagenforschung mit Professorin Irena Kogan von der Universität Mannheim. Sie wird für ihre bedeutenden Beiträge zur Migrations- und Ungleichheitsforschung ausgezeichnet. Professor Robert Zeiser von der Universität Freiburg erhält den Landesforschungspreis für Angewandte Forschung für innovative Fortschritte in der Krebsmedizin durch Stammzelltransplantation und Immuntherapie.
Der Landesforschungspreis wird seit 1989 verliehen. Seit 1999 ist der Preis zweigeteilt in eine Auszeichnung für Grundlagenforschung und eine für Angewandte Forschung. Die Preise sind mit je 100.000 Euro dotiert.
(Nach einer Medlung der Universität Tübingen, 25.02.2026)
Prof. Dr. Ir. Largus T. Angenent
Universität Tübingen
Zentrum für Angewandte Geowissenschaften
Umweltbiotechnologie
l.angenent
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Leon Kokkoliadis
Medien- und Öffentlichkeitsarbeit
Tel: +49 7071 29-74707
E-Mail: leon.kokkoliadis@uni-tuebingen.de
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